Grundaussagen zur Arbeitsgeschwindigkeit
Unsere Software ist ausdrücklich nicht auf Geschwindigkeit ausgelegt, da auch noch gearbeitet können werden soll, wenn eine Sicherungsoperation läuft. Natürlich werden Sicherungsoperationen auf einem normalen System mit einer Geschwindigkeit ausgeführt, die in der Regel keinen Anlass zur Klage gibt.
Um mal einen Richtwert zu geben:
Die Sicherung erfolgt mit Festplatten Manager 17 an einem durchschnittlichen Arbeitsrechner mit Windows 10, i5 3.2 GHz 4 Kerne, 16 GB Arbeitsspeicher, Systemfestplatte 256 GB SSD, 4 Partitionen mit insgesamt 65 GB Daten, gesichert wurde auf eine externe USB-HDD. Die Archivgröße beträgt 33 GB. Die Sicherungszeit betrug:
auf USB 2: 18 Minuten
auf USB 3: 08 Minuten
Diese Werte können aber leicht um ein Vielfaches übertroffen werden. Immer mal wieder erreichen uns Supportanfragen, in denen Backup-Zeiten von vielen Stunden, in manchen Fällen sogar Tagen, beklagt werden.
Es ist fast nicht möglich, verbindliche Aussagen zum Thema Performance zu treffen. Die Geschwindigkeit hängt von sehr vielen Faktoren ab und Engpässe im System können sowohl durch Hardware als auch durch Software verursacht werden. Oft handelt es sich sogar nur um eine temporäre Erscheinung, die danach nicht wieder auftritt. Die Suche nach konkreten Ursachen ist meist sehr aufwändig.
Bekannte Ursachen
Verarbeitungsgeschwindigkeit
- Die Geschwindigkeit der Festplatten – insbesondere die Schreibgeschwindigkeit der Zielfestplatte – sind ein wichtiger Parameter.
- Anschlüsse und Kabel der Datenträger haben Einfluss.
- Natürlich laufen Sicherungen über SATA/eSATA oder USB 3 viel schneller ab als über USB 2.
- Sicherungen übers Netzwerk können verlangsamt werden, wenn die Aufteilung eines Archivs abgestellt wurde. Eine Aufteilung in 4-GB-Dateien ist hier die sinnvolle Einstellung, die auch als Standard eingestellt ist.
- Generell sollte auch aus Geschwindigkeitsgründen die Einstellung Sicherungsarchiv aufteilen in der Standardeinstellung belassen werden.
- Die gewählte Komprimierungsrate hat großen Einfluss auf die Verarbeitungsgeschwindigkeit. Je stärker komprimiert wird, desto größer ist der Rechenaufwand. Weiterhin werden Texte viel schneller und effektiver komprimiert als zum Beispiel die Videoformate MP3/MP4 oder die Grafikformate JPEG und PNG, bei denen es sich ja sowieso schon um stark komprimierte Dateien handelt.
- Die Option Sektor-für-Sektor-Verarbeitung verlangsamt die Verarbeitungsgeschwindigkeit ganz erheblich, da hier jeder physische Sektor des Datenträgers einzeln verarbeitet wird, ohne Rücksicht auf das Dateisystem zu nehmen.
- Oft wird der Fehler gemacht, dass eine Sicherung dateibasiert gestartet und dann die gesamte Partition zur Sicherung ausgewählt wird. Die ist einerseits deutlich langsamer als eine sektorbasierte Sicherung, andererseits kann eine auf diese Weise gesicherte Systemfestplatte nicht bootfähig wiederhergestellt werden.
- Natürlich hat auch die Auslastung des Systems eine Auswirkung. Wenn man während einer Sicherung arbeitsintensive andere Aufgaben wie Videobearbeitung ausführt oder Kopien laufen lässt, oder wenn gerade ein Indexlauf der Windows-Suche oder gar eine Defragmentierung stattfindet, verlangsamt das eine Sicherung selbstverständlich erheblich.
Information über die Restdaueranzeige
Während einer Sicherung zeigen die Programme die zu erwartende Restdauer an. Diese Zeitangaben werden aufgrund des abgearbeiteten Teils der Aufgabe hochgerechnet. Dies ist sowieso recht aufwändig und nimmt der eigentlichen Sicherungsaufgabe erhebliche Ressourcen weg. Deshalb werden die Zeitangaben nicht sehr oft aktualisiert. Es kann außerdem auch sehr leicht zu großen Verzerrungen kommen. Eine Messung während einer Phase von schnellem Textkomprimieren korrigiert die Zeitangaben stark nach unten, eine Messung während einer langsamen Phase von großen Videodateien lässt die Zeitdauer ansteigen. Eine konkrete, realistische Zeitangabe ist im Grunde erst nach Abschluss der Sicherung möglich.
Rückmeldungen/Aussagen von Kunden
- Ich habe den Fehler gerade gefunden. Das Backup ist auf einem Wechsellaufwerk über Sata angeschlossen. Im Bios musste Hot Plug aktiviert werden. Bisher lief die HDD nur im IDE-Modus und war deshalb so langsam.
- 340 GB in 9 Stunden über USB 3 – Zur langsamen Speicherung: Habe die Ursache gefunden, das SATA/USB-Board der HD ist Mist, die HD bekommt ein neues Board. Speicherzeiten mit der selben HD und anderem Board sind im Rahmen.
… die Ursache für die langen Sicherungszeiten liegen eindeutig bei meiner neuen Toshiba Festplatte. Wie Sie aus den beigefügten Screenshots sehen können benötigt die neue Festplatte in der Regel viermal so lange um einen Block abzuspeichern. Eine Vollsicherung mit meiner Intenso Festplatte dauerte 3 1/2 Stunden, mit der Toshiba Festplatte dauerte die Sicherung 13 1/2 Stunden!!!.
Lösungsansätze
Folgende Vorschläge sind eine kleine Auswahl der möglichen Maßnahmen, mit denen Sie herausfinden können, wo die Geschwindigkeit einbricht.
- Sichern Sie die Festplatten einzeln, um herauszufinden, welche der Engpass ist.
- Sichern Sie auf eine andere Zielfestplatte.
- Wenn die Sicherung auf ein Netzlaufwerk zu langsam läuft, sichern Sie auf eine lokal angeschlossene externe Festplatte, um zu sehen, ob das Netzwerk der Engpass ist.
- Wenn die Sicherung auf ein Netzlaufwerk langsam läuft, sichern Sie auf ein anderes Netzlaufwerk, um zu sehen, ob der Datenträger, auf dem das Netzlaufwerk eingerichtet ist, für den Engpass verantwortlich ist.
- Schließen Sie die Zielfestplatte an einen anderen Anschluss an.
- Schließen Sie die Zielfestplatte unbedingt direkt am Rechner an, falls sie an einem USB-HUB hängen sollte.
- Sichern Sie auf eine interne statt auf eine externe Festplatte.
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